jacobi

 Soweit manuelle osteopathische Techniken Bestandteil der Physiotherapie sind und deshalb erlaubt sind.

 

Wichtige Informationen über die craniosacrale Therapie

 

 


Ursprung der craniosacralen Therapie

 

Bereits im 17. Jahrhundert erkannte ein italienischer Forscher, dass sich die Hirnhäute rhythmisch bewegen und die Rückenmarks- und Gehirnflüssigkeit (Liquor) über die Nerven in periphere Bereiche transportieren. Der Ursprung der craniosacralen Behandlung liegt in der Cranialen Osteopathie, einem Teilgebiet der klassischen Osteopathie. Sie wurde von William Garner Sutherland (1873 – 1954) entwickelt. Er entdeckte die langsame subtile Pulsation des Liquors. Dies kann als gleichmäßiger Rhythmus wahrgenommen werden. Der craniosacrale Rhythmus ist schon beim Fötus vorhanden.

 

Was ist die craniosacrale Therapie?

 

Die craniosacrale Therapie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem craniosacralen Rhythmus und den dadurch bewegten Bindegeweben im ganzen Körper. Diese Gewebe können durch Einwirkungen wie: Traumata mechanischer Art z. B. Sturz, Schlag, einer OP oder einer Geburt aber auch durch prägende seelische Stressmomente negativ beeinflusst werden. Gelingt es dem Körper nicht selbst das jeweilige Trauma aufzulösen und zu verarbeiten, wird es „abgekapselt“ und das Bindegewebe wird sich an dieser Stelle verhärten. Durch die craniosacrale Therapie werden Restriktionen (Verspannungen) vom Therapeuten wahrgenommen und können sanfte Lösung erfahren.

 

Wie wirkt die craniosacrale Therapie?

 

Die craniosacrale Behandlung ist eine sanfte, manuelle Form der Körperarbeit. Behandelt wird am ganzen Körper mit dem Schwerpunkt Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sacrum), daher die Bezeichnung Craniosacral. Der Patient führt die jeweilige Behandlung über die Botschaften seines Körpers, der Therapeut unterstützt den Patienten in den Entspannungen auf verschiedenen Ebenen. Also werden in erster Linie die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert. Der craniosacrale Rhythmus wird positiv beeinflusst, kann wieder an Fülle und Ausgeglichenheit gewinnen. Wird das craniosacrale System von Blockaden befreit, so hat dies neben dem freien Fluss des Liquors gleichzeitig unzählige weitere positive Auswirkungen. Die Einheit von „Körper – Geist – Seele“ wird gefördert. Dies verhilft zu mehr Balance und Integration.

 

Bei welchen „Störungen“ kann die craniosacrale Therapie helfen?

 

Bei der Komplexität der Wirkungsweise der craniosacralen Therapie erstaunt es nicht, dass diese Methode der Körperarbeit für viele Bereiche hilfreich sein kann. Besonders häufig wird sie bei allen Arten des Kopfschmerzes, Funktionsstörungen der Schädelknochen oder der Kiefergelenke und bei Rückenproblemen eingesetzt. Ebenfalls positiv beeinflusst werden z. B.: Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden, Erschöpfungszustände, Depressionen, Stress, Konzentrationsschwierigkeiten, Lernschwierigkeiten und vieles mehr.

 

Literatur: Daniel Agustoni: Craniosacral Rhythmus

 

Bitte beachten Sie:

 

Alle hier aufgezeigten Indikationen sind lediglich beispielhaft, die in keinem Fall ein Heilversprechen bedeuten. Trotz aufgeführtem Anwendungsbeispiel kann eine Behandlung im Einzelfall auch nicht angezeigt sein.